„Oh, Gertrude, du weißt ganz gut, daß du es gesagt hast,“ bemerkte Jane.
„Du denkst wohl, ich hätte kein Gewissen,“ sagte Gertrude jammernd.
„Ich wollte, du hättest keins,“ sagte Agatha. „Sieh mich an! Ich habe kein Gewissen und weiß, wieviel vergnügter ich dabei bin.“
„Du kümmerst dich nur um dich selbst,“ sagte Gertrude. „Nie glaubst du, daß andere Leute auch Gefühle haben. Auf mich nimmt überhaupt niemand Rücksicht.“
„Oh, so hör ich dich gerne reden,“ rief Jane ironisch. „Auf dich wird überhaupt viel mehr Rücksicht genommen, als dir gut tut. Und je mehr man auf dich Rücksicht nimmt, desto größere Ansprüche stellst du.“
„Der Appetit,“ deklamierte Agatha theatralisch, „kommt mit dem Essen. Das wußte auch schon Shakespeare.“
„Zum Henker mit Shakespeare!“ sagte Jane ungestüm. „Der alte Narr bildet sich etwas darauf ein, daß er abgedroschene Redensarten vorträgt. Aber wenn du dich beklagst, Gertrude, weil auf dich keine Rücksicht genommen wird, was soll ich denn sagen, die von allen zum Narren gehalten wird? Aber ich bin nicht so närrisch wie —“
„Wie du aussiehst,“ warf Agatha dazwischen. „Ich hab es dir unendlich oft gesagt, Jane, und es freut mich, daß du dich endlich zu meiner Meinung bekehrt hast. Was möchtest du lieber sein, ein größerer Narr als du —“
„Oh, halt ein,“ sagte Jane ungeduldig, „du hast mich das diese Woche schon zweimal gefragt.“
Die drei schwiegen hierauf eine kurze Zeit. Agatha überlegte, Gertrude war verdrießlich, Jane gedankenlos und unruhig. Schließlich sagte Agatha: