„Aber erlauben Sie, Miß, ist es nicht noch mal so lächerlich, daß ich armer Arbeiter Geld weggeben sollte, das ich nie bekam?“

Eine unbestimmte Unruhe ergriff Agatha, als ob sie ihren eigenen Sinnen nicht mehr trauen dürfte.

„Alles, was ich weiß,“ sagte sie protestierend, „ist, daß ich es Ihnen nicht gegeben habe. Dann müssen sich also meine Pennystücke in Ihrer Tasche in halbe Kronen verwandelt haben.“

„Meinswegen,“ sagte Smilasch ernsthaft. „Ich habe gehört und weiß es für gewiß, daß sich den reichen Leuten das Geld in der Tasche von selbst vermehrt. Warum nicht auch in den Taschen der Armen? Warum soll man erstaunen über etwas, das alle Tage vorkommt?“

„Hatten sie damals eigenes Geld bei sich?“

„Woher soll so einer wie ich eigenes Geld bekommen haben? — entschuldigen Eure Gnaden, daß ich so dreist bin, so zu fragen.“

„Ich weiß nicht, woher Sie es bekommen haben,“ sagte Miß Wilson verdrießlich. „Ich frage Sie nur, hatten Sie Geld?“

„Ja, Lady, ich weiß es nicht mehr. Ich will Sie nicht täuschen, aber ich kann mich nicht erinnern.“

„Dann haben Sie sich geirrt,“ sagte Miß Wilson, indem sie ihm sein Geld zurückgab. „Hier, wenn es nicht Ihr Geld ist, unseres ist es auch nicht. Darum ist es besser, Sie behalten es.“

„Es behalten! Oh, Lady, aber das ist der Gipfel der Großmut! Und was soll ich tun, Lady, um Ihre Wohltätigkeit zu verdienen?“