„Es ist ganz richtig, ich habe nach Ihnen geschickt! Warum sind Sie aber nicht an die andere Seite gegangen, zum Eingang für Dienstboten?“
„Ich suche ihn ja, Lady. Eben sah ich mich danach um, als mich hier der Ball traf“ — er berührte sein Auge. „Von solch einem Hieb vergeht einem Hören und Sehen, und ein anständiger Kerl sieht aus wie ein Räuber.“
„Agatha,“ sagte Miß Wilson, „kommen Sie einmal her.“
„Ihr Diener, Miß,“ sagte Smilasch und zog an seiner Stirnlocke.
„Das ist der Mann, der mir die fünf Schilling gab. Er sagte, er hätte sie von Ihnen bekommen. Ist das so?“
„Gewiß nicht. Ich hab ihm nur drei Pence gegeben.“
„Aber ich zeigte doch Eure Gnaden das Geld,“ sagte Smilasch, indem er unruhig an seinem Hut drehte. „Ich gab es Ihnen. Wie soll ich an fünf Schilling kommen, wenn nicht durch die Güte der Reichen und Vornehmen? Wenn die junge Lady glaubt, ich hätte die andere halbe Krone auch nicht behalten dürfen, so hab ich nichts dagegen, daß sie mir vom Lohn abgehalten wird, wenn ich hier Arbeit finde. Aber —“
„Aber das ist ja Unsinn,“ sagte Agatha. „Ich hab Ihnen nie drei Kronen gegeben.“
„Vielleicht haben Sie sich geirrt. Pence sind bald so groß wie halbe Kronen, und das Wetter war sehr dunkel.“
„Das war unmöglich,“ sagte Agatha. „Jane hatte die ganze Woche über mein Portemonnaie, Miß Wilson, und sie kann Ihnen bestätigen, daß nur drei Pence darin waren. Sie wissen, daß ich immer am Ersten mein Geld bekomme, und es reicht nie länger als eine Woche. Der Gedanke, ich könnte am Sechzehnten noch sieben und einen halben Schilling besitzen, ist lächerlich.“