„Was soll ich schreiben?“ fragte sie. „Du verstehst dich auszudrücken, ich nicht.“
„Setz zuerst das Datum,“ sagte Agatha.
„Natürlich,“ sagte Jane, indem sie es schnell schrieb. „Ich vergaß das. Und dann?“
„Jetzt schreibe: Es tut mir leid, daß mich Miß Wilson sah, als ich heute abend das Geländer hinunterglitt. Jane Carpenter.“
„Das ist alles?“
„Das ist alles. Oder du kannst auch noch etwas Selbsterfundenes hinzufügen.“
„Hoffentlich ist es nicht unpassend,“ sagte Jane und warf Agatha einen mißtrauischen Blick zu. „Doch es kann nichts Schlimmes dabei sein, denn es ist die einfache Wahrheit. Wenn du mir aber wieder einen Streich spielst, bist du ein häßliches, gemeines Geschöpf, und ich sehe dich nicht mehr an. Jetzt kommst du an die Reihe, Gertrude. Bitte, sieh mal nach, ob ich keinen Fehler gemacht habe.“
„Ich bin nicht dein Orthographielehrer,“ sagte Gertrude, indem sie die Feder in die Hand nahm. Und während Jane etwas über ihre Ungeschliffenheit murmelte, schrieb sie in flotten, großen Buchstaben: „Ich habe die Regeln übertreten, indem ich heute mit Miß Carpenter und Miß Wylie das Geländer herunterglitt. Miß Wylie tat es zuerst.“
„Du Schuft!“ rief Agatha aus, die ihr über die Schultern sah. „Und dein Vater ist ein Admiral!“
„Ich glaube, es ist ganz aufrichtig,“ sagte Miß Lindsay eingeschüchtert, aber doch in dem Ton eines Sittenrichters. „Es ist die reine Wahrheit.“