(Napoleon beleidigt, den Tisch verlassend:) Sie werden unverschämt,
Madame!
(Dame demütig:) Verzeihen Sie mir—Cäsars Frau ist über jeden Argwohn erhaben.
(Napoleon mit wohlerwogener Überlegenheit:) Sie haben eine Indiskretion begangen—ich verzeihe Ihnen. In Zukunft erlauben Sie sich aber nicht, wirkliche Personen in Ihre Romane einzuführen.
(Dame höflich eine Rede überhörend, die ihr nur eine Vernachlässigung der guten Manieren bedeutet, erhebt sie sich, um an den Tisch zu gehen:) Herr General,—es ist wirklich der Brief einer Frau darunter. (Auf das Paket zeigend:) Geben Sie ihn mir.
(Napoleon grob und kurz, mit einer Bewegung, die verhindern soll, daß sie den Briefen zu nahe kommt:) Warum?
(Dame.) Er ist von einer alten Freundin, wir waren zusammen in der Schule; sie hat mir geschrieben und mich angefleht, zu verhindern, daß der Brief in Ihre Hände falle.
(Napoleon.) Warum wurde er mir geschickt?
(Dame.) Weil er den Direktor Barras kompromittiert.
(Napoleon die Stirne runzelnd, sichtlich erregt:) Barras? (Hochmütig:) Nehmen Sie sich in acht, Madame. Der Direktor Barras ist mein treuer, persönlicher Freund.
(Dame nickt gelassen:) Ja—Sie wurden durch Ihre Frau mit ihm befreundet.