Katharina: Aber das ist doch lächerlich, Paul; ich kann mir nicht denken, daß wirklich feine Leute solche Dinge überhaupt bemerken. [Man hört jemanden an das Hoftor klopfen.]
Petkoff: Das ist Sergius. [Ruft]: Holla! Nicola!
Katharina: Rufe doch nicht so laut, Paul. Das ist wirklich nicht fein!
Petkoff: Unsinn. [Er ruft lauter als vorher:] Nicola!
Nicola [erscheint vor der Haustür]: Zu Befehl, gnädiger Herr.
Petkoff: Wenn das Major Saranoff ist, führe ihn hierher. [Er spricht den Namen mit einer Dehnung auf der zweiten Silbe aus: "Sarahnoff".]
Nicola: Sehr wohl, gnädiger Herr! [Er geht nach dem Stallhofe zu.]
Petkoff: Unterhalte du ihn, Teuerste, bis Raina ihn uns entzieht. Er quält mich sonst wieder mit Vorwurfen weil wir ihn nicht befördert haben—über meinen Kopf hinweg, bitte!
Katharina: Gewiß. Er sollte auch gewiß befördert werden, wenn er Raina heiratet. Überdies sollte das Land darauf bestehen, wenigstens einen eingeborenen General zu bekommen.
Petkoff: Jawohl, damit er statt Regimenter ganze Brigaden zugrunde richten könnte. Gib dir keine Mühe, es ist umsonst—er hat nicht die geringste Aussicht auf Beförderung, bevor wir nicht ganz sicher sind, daß der Friede dauernd sein wird.