(Dolly.) Nur einen.

(Dr. Valentine.) Meine lieben guten jungen Freunde, um des Himmels
willen, ja warum habt ihr mir das denn nicht gleich gesagt?… Ein
Stiftsherr der Lincoln-Kathedrale! Das bringt natürlich alles in
Ordnung!—Entschuldigen Sie mich einen Augenblick; ich will nur meinen
Rock wechseln. (Er ist mit einem Satz an der Türe und verschwindet.
Dolly und Philip starren ihm erst nach, dann starren sie einander an.
Da sie ohne Publikum sind, sinken sie sofort in sich zusammen und
werden Alltagsmenschen.)

(Philip stößt Dollys Arm fort und gebt übellaunig zum Operationsstuhl: ) Dieser elende bankerotte Zahnschlosser tut so, als ob es für uns eine Ehre wäre, ihm ein Frühstück zu bezahlen! Wahrscheinlich seit Monaten sein erstes anständiges Essen! (Er gibt dem Stuhl einen Stoß, als ob der Dr. Valentine wäre.)

(Dolly.) Das ist doch zu stark! Ich kann das nicht länger ertragen,
Phil! Hier in England fragt einen jeder Mensch sofort, ob man einen
Vater hat oder nicht.

(Philip.) Ich will es auch nicht länger ertragen. Mama muß uns sagen, wer er war!

(Dolly.) Oder wer er ist! Vielleicht lebt er noch.

(Philip.) Das will ich nicht hoffen. Kein lebender Mensch soll sich mir als Vater aufspielen!

(Dolly.) Vielleicht hat er aber eine Menge Geld?!

(Philip.) Das bezweifle ich. Meine Menschenkenntnis sagt mir, daß er seine liebe volle Familie nicht so leicht los geworden wäre, wenn er eine Menge Geld besessen hätte… Immerhin, trachten wir, die Dinge im günstigsten Licht zu sehn. Verlaß dich darauf, er ist tot! (Er geht an den Kamin, bleibt mit dem Rücken gegen das Feuer stehen und streckt sich. Das Stubenmädchen erscheint. Die Zwillinge strahlen gleich wieder in ihrem früheren Glanz, als sie sich beobachtet wissen.)

(Das Stübenmadchen.) Zwei Damen fragen nach Ihnen, gnädiges Fräulein.
Ich glaube, die Frau Mutter und das Fräulein Schwester.