(Dolly faßt ihre Lippen mit den Fingerspitzen und unterdrückt einen kleinen Heiterkeitsausbruch.)
(Das Stubenmädchen.) Bloß vom Hausherrn, gnädiges Fräulein.
(Dr. Valentine kommt in einem blauen Serge-Anzug, mit einem Strohhut in der Hand, in bester Laune zurück, ganz atemlos infolge der Eile, mit der er sich umgezogen hat. Gloria wendet sich vom Fenster ab und mustert ihn mit kalter Aufmerksamkeit.)
(Philip.) Erlauben Sie, daß ich Sie bekannt mache, Herr Doktor.—Meine
Mutter, Frau Lanfrey Clandon.
(Frau Clandon verneigt sich, Dr. Valentine verneigt sich, selbstbewußt und der Situation gewachsen.) Meine Schwester Gloria. (Gloria verneigt sich mit kalter Würde und setzt sich auf das Sofa. Dr. Valentine verliebt sich auf den ersten Blick und ist entsetzlich verwirrt. Er dreht seinen Hut nervös zwischen den Fingern und macht Gloria eine schüchterne Verbeugung.)
(Frau Clandon.) Ich höre, daß wir das Vergnügen haben werden, Sie heute zum Frühstück bei uns zu sehen, Herr Doktor?
(Dr. Valentine.) Ich danke—ich—wenn Sie gestatten—ich meine, wenn Sie so liebenswürdig sein wollen—(Zum Stubenmädchen verdrossen:) Was ist los?
(Das Stubenmädchen.) Der Hausherr wünscht Sie zu sprechen, bevor Sie ausgehen, Herr Doktor.
(Dr. Valentine.) Sagen Sie ihm, daß ich mit vier Patienten beschäftigt bin. (Die Clandons sehen überrascht aus, mit Ausnahme von Philip, der unerschütterlich ruhig bleibt.) Aber wenn er etwa zwei Minuten warten wollte, so würde ich hinunterkommen und ihn einen Augenblick sprechen. (Er verläßt sich darauf, daß sie die Situation begreift.) Sagen Sie ihm, daß ich zu tun habe, aber daß ich mit ihm zu sprechen wünsche.
(Das Stubenmädchen bestätigend:) Jawohl, Herr Doktor. (Sie gebt ab.)