(Frau Clandon im Begriff aufzustehen:) Ich fürchte, wir halten Sie auf.
(Dr. Valentine.) Durchaus nicht, durchaus nicht! Ihre Anwesenheit wird hier von größtem Vorteil für mich sein. Ich bin nämlich seit sechs Wochen die Miete schuldig und habe bis zum heutigen Tage keinen einzigen Patienten gehabt. Meine Unterredung mit dem Hausherrn wird nun infolge des sichtlichen Aufschwungs meines Geschäftes viel besser ablaufen.
(Dolly ärgerlich:) O wie gräßlich langweilig von Ihnen, das alles auszuplaudern! Und wir haben gerade eben behauptet, daß Sie ein hochangesehener Fachmann allerersten Ranges sind.
(Frau Clandon entsetzt:) O Dolly! Dolly! wie kannst du so grob sein!
(Zu Dr. Valentine:) Bitte, entschuldigen Sie meine Kinder, diese
Barbaren, Herr Doktor!
(Dr. Valentine.) O bitte, bitte, ich bin schon an sie gewöhnt.—Wäre es unbescheiden, wenn ich Sie bitten würde, fünf Minuten zu warten, während ich unten meinen Hausherrn abfertige?
(Dolly.) Aber beeilen Sie sich, wir sind hungrig!
(Frau Clandon wieder protestierend:) Aber liebe Dolly!
(Dr. Valentine zu Dolly:) Gut, gut! (Zu Frau Clandon:) Besten Dank. Sie sind sehr gütig—ich werde nicht lange ausbleiben. (Während er abgeht, wirft er einen raschen Blick auf Gloria. Sie betrachtet ihn sehr ernst. Er wird sehr verlegen.) Ich—äh—äh—ja—ich danke—ich danke Ihnen… (Es gelingt ihm endlich, sich aus dem Zimmer zu drücken, aber sein Abgang ist bemitleidenswert.)
(Philip.) Habt ihr gesehen? (Auf Gloria zeigend:) Liebe auf den ersten Blick. Du kannst seinen Skalp deiner Sammlung einreihen, Gloria.
(Frau Clandon.) Scht! scht… ich bitte dich, Phil! Er kann es gehört haben!