(Frau Clandon protestierend:) Phil!

(Philip.) Zahnarzt ist ein häßliches Wort. Der Mann des Goldes und des Elfenbeins fragte uns also, ob wir die Kinder des Herrn Densmore Clandon aus Newbury Hall wären. Gemäß deinen, in der Abhandlung über das Betragen im zwanzigsten Jahrhundert, ausgesprochenen Lehren und deinen uns wiederholt persönlich erteilten Ermahnungen, die Zahl unserer unnötigen Lügen zu beschränken, haben wir wahrheitsgetreu geantwortet, daß wir es nicht wüßten.

(Dolly.) Das wußten wir auch nicht!

(Philip.) Sch! Die Folge davon war, daß der Gummiarchitekt bezüglich der Annahme unserer Einladung große Schwierigkeiten machte, obgleich ich bezweifle, daß er in den letzten vierzehn Tagen etwas anderes genossen hat als Tee und Butterbrot.—Nun bin ich aber dank meiner Menschenkenntnis zu der Überzeugung gelangt, daß wir einen Vater gehabt haben müssen und daß du wahrscheinlich weißt, wer das war.

(Frau Clandon, deren Erregung wiederkehrt:) Halt, Phil! Dein Vater bedeutet weder etwas für dich noch für mich. (Heftig:) Das genügt! (Die Zwillinge schweigen, sind aber nicht befriedigt. Sie machen lange Gesichter.)

(Gloria, die dem Streit aufmerksam zugehört hat, mengt sich plötzlich ein. Vortretend:) Mutter, wir haben ein Recht zu wissen, wer unser Vater ist!

(Frau Clandon erhebt sich und wendet sich zu ihr:) Gloria! "Wir?" Wer ist "wir"?

(Gloria, entschlossen:) Wir drei. (Ihr Ton ist nicht mißzuverstehen, sie setzt zum ersten Male ihre Entschlossenheit der ihrer Mutter feindlich entgegen. Die Zwillinge treten sofort zum Feinde über.)

(Frau Clandon verletzt:) "Wir" pflegte sonst in deinem Munde "du und ich" zu bedeuten, Gloria.

(Philip erhebt sich entschlossen und setzt den Schemel beiseite:) Wir tun dir weh—also lassen wir's sein. Wir dachten nicht, daß es dich so unangenehm berühren könnte. Ich will es nicht wissen.