(Gloria hat mit glänzenden Augen zugehört und teilt den ganzen
Unwillen ihrer Mutter.)

(Dolly ganz unempfänglich für Rhetorik:) Siehe "Die Eltern des zwanzigsten Jahrhunderts", Kapitel über Freiheit, passim.

(Frau Clandon berührt liebevoll ihre Schulter, selbst durch ein Spottwort von ihr besänftigt:) Meine liebe Dolly, wenn du nur wüßtest, wie froh ich bin, daß dir das alles nur einen Scherz bedeutet, so bitter ernst es mir auch ist. (Wendet sich etwas entschlossener zu Philip:) Phil, ich frage dich niemals nach deinen Privatangelegenheiten; du wirst dir doch nicht einfallen lassen, mich nach den meinigen zu fragen—wie?

(Philip.) Ich glaube, wir sind es uns selbst schuldig, zu erklären, daß die Frage, die wir an dich richten wollen, ebensosehr unsere Angelegenheit wie die deine ist.

(Dolly.) Überdies kann's nicht gut sein, daß jemand eine Menge Fragen in seinem Innern verschlossen herumtragen soll. Das hast du getan, Mama! Aber schau, wie entsetzlich es dafür aus mir hervorbricht.

(Frau Clandon.) Ich sehe, ihr müßt eure Frage stellen. Also tut es.

(Dolly) und (Philip gleichzeitig:) Wer—(Sie halten inne.)

(Philip.) Nun aber, Dolly! Soll ich diese Angelegenheit führen oder du?

(Dolly.) Du.

(Philip.) Dann halte deinen Mund. (Dolly tut das in des Wortes buchstäblicher Bedeutung:) Der Fall ist einfach folgender: Als der Zahnschlosser—