(Der Herr.) Sie mögen sie? (Der Kellner.) Ja. Sie haben ein sehr unbefangenes, einnehmendes Betragen—wahrhaftig, sehr einnehmend. Namentlich die junge Dame und der junge Herr.
(Der Herr.) Fräulein Dorothea und Herr Philip wahrscheinlich.
(Der Kellner.) Jawohl. Die junge Dame sagt immer, wenn sie mir einen Befehl erteilt oder so etwas: "Sie wissen, William, daß wir Ihretwegen in dieses Hotel gekommen sind, weil wir gehört haben, was für ein vollendeter Kellner Sie sind." Der junge Herr sagt mir immer, daß ich ihn sehr an seinen Herrn Vater erinnere, (der Herr fährt auf bei diesen Worten:) und daß er von mir erwartet, daß ich mich gegen ihn auch wie ein Vater benehmen werde. (Mit beruhigendem sonnigem Tonfall: ) Oh, so liebenswürdig… wirklich, sehr höflich und freundlich sind sie!
(Der Herr.) Sie sollen seinem Vater ähnlich sein! (Er lacht über diese Idee.)
(Der Kellner.) Oh, wir dürfen nicht zu ernst nehmen, was die
Herrschaften sagen. Wenn es wahr wäre, so würde die junge Dame die
Ähnlichkeit natürlich auch bemerkt haben.
(Der Herr.) Hat sie das nicht?
(Der Kellner.) Nein. Sie fand, ich hätte mit der Shakespear-Büste in der Stratford-Kirche Ähnlichkeit; deshalb nennt sie mich auch "William"—mein richtiger Name ist Walter. (Er wendet sich um, will nach dem Tisch zurückgeben und erblickt Frau Clandon, die über die Stufen vom Strand her die Terrasse heraufkommt.) Da ist Frau Clandon. (Zu Frau Clandon, in einem bescheiden vertraulichen Tone:) Ein Herr ist da, der Sie sprechen will, gnädige Frau.
(Frau Clandon.) Es werden noch zwei Herren mit uns frühstücken,
William.
(Der Kellner.) Sehr wohl, gnädige Frau. Danke schön, gnädige Frau.
(Er zieht sich in das Hotel zurück.)
(Frau Clandon kommt nach vorn und sieht sich nach ihrem Besucher um, geht aber an dem Herrn vorbei, ohne irgendein Zeichen des Erkennens zu geben.)