(Dr. Valentine mit einem Aufleuchten seiner Augen über den Erfolg seiner Jägerlist:) Selbstverständlich! Zwei intelligente Menschen wie wir…! Ist es nicht erfreulich in dieser dummen, von Konventionen gefesselten Welt, einmal mit jemandem auf demselben Boden zusammenzutreffen?… mit einem vorurteilsfreien, aufgeklärten, hellen Geist?

(Gloria ernst:) Ich hoffe, in England vielen solchen Menschen zu begegnen.

(Dr. Valentine zweifelbaft:) Hm… Es gibt eine Menge Menschen in
England—nahezu vierzig Millionen—es sind nicht alles schwindsüchtige
Mitglieder der hochgebildeten Klasse, wie die Leute in Madeira.

(Gloria jetzt ganz von ihrem Gegenstand erfüllt:) Oh, in Madeira sind alle Leute dumm und vorurteilsvoll!—Es sind schwache, sentimentale Geschöpfe! Ich hasse Schwäche; und ich hasse Sentimentalität!

(Dr. Valentine.) Das ist der Grund, warum Sie so begeistern können!

(Gloria mit einem leichten Lachen:) Kann ich begeistern?

(Dr. Valentine.) Ja. Stärke ist ansteckend.

(Gloria.) Schwäche ist es—das weiß ich.

(Dr. Valentine mit Überzeugung:) Sie sind stark! Wissen Sie, daß Sie mir heute morgen die Welt ganz umgewandelt haben? Ich war schwermütig und machte mir Gedanken wegen meiner unbezahlten Miete, beunruhigte mich über die Zukunft… da traten Sie ein: ich war geblendet! (Ihre Stirn bewölkt sich ein wenig. Er fährt rasch fort:) Das war natürlich albern—aber wahr und wahrhaftig, es geschah etwas mit mir! Erklären Sie es, wie Sie wollen—mein Blut wurde—(er zögert und sucht nach einem genügend leidenschaftslosen Wort)—mit Sauerstoff vermengt, meine Muskeln spannten sich, mein Geist klärte sich, mein Mut wuchs. —Das ist sonderbar, nicht wahr? Wenn man bedenkt, daß ich durchaus kein sentimentaler Mensch bin.

(Gloria unbehaglich, erhebt sich:) Gehen wir zurück an den Strand.