(Gloria blickt mit erstauntem Interesse auf ihn herab:) Das tut mir leid.

(Dr. Valentine. Im Schmerz zurückgehaltener Leidenschaft:) Oh,
bemitleiden Sie mich nicht! Ihre Stimme zerreißt mir das Herz!
Lassen Sie mich allein, Gloria. Sie wühlen mich in meinen tiefsten
Tiefen auf, Sie verwirren und beleben mich zugleich!—Ich kann den
Kampf dagegen nicht aufnehmen—ich kann es Ihnen nicht sagen—

(Gloria bricht plötzlich nieder:) Oh, hören Sie auf mir zu sagen, was
Sie fühlen: ich kann es nicht ertragen!

(Dr. Valentine springt triumphierend auf, seine ersterbende Stimme klingt jetzt stark und jubelnd:) Ah! Er ist endlich gekommen—der Augenblick meines Mutes!—(Er ergreift ihre Hände; sie blickt ihn entsetzt an.) Der Augenblick *unseres* Mutes! (Er ziebt sie an sich, küßt sie mit ungestümer Kraft und lacht knabenhaft.) Es ist geschehen, Gloria—es ist alles vorüber—wir sind ineinander verliebt! (Sie kann nur nach Luft ringen.) Aber was für ein Ungeheuer waren Sie, und was für ein Hasenfuß bin ich gewesen!

(Philips Stimme vom Strande rufend:) Doktor Valentine!

(Dollys Stimme.) Doktor Valentine!

(Dr. Valentine.) Leben Sie wohl… vergeben Sie mir. (Er küßt ihr rasch die Hände und läuft zu den Stufen, wo er der heraufkommenden Frau Clandon begegnet. Gloria, ganz verloren, kann ihm nur nachstarren.)

(Frau Clandon.) Die Kinder suchen Sie, Herr Doktor. (Sie siebt sich ängstlich um:) Ist er fort?

(Dr. Valentine verwirrt:) Er?… (Sich erinnernd:) Oh, McNaughtan!
—Der ist schon längst fort, Frau Clandon. (Er läuft in gehobener
Stimmung die Stiegen hinunter.)

(Gloria auf die Bank sinkend:) Mutter!