Wunderquelle.
Am Markustage 1854 war an dem Wolkenkreuz zu Neusatzeck ein Altar errichtet. Als der Pfarrer bei dem Bittgang daselbst das Gebet verrichtete, ward ihm so schwach, daß er aufhören mußte und nach einigen Schritten vor sich hinfiel. Hierbei berührte das Versehkreuz, welches er, um damit den Segen zu geben, auf der Brust hängen hatte, den Boden, und sogleich entsprang dort eine Quelle, die gegen vielerlei Übel sich heilsam erweist.
82.
Vergeltung.
Einem Kruzifix bei Ottersweier hieb einmal ein Reiter der Neufranken mit seinem Säbel einen Arm ab. Da fiel ihm der Arm, womit er den Hieb geführt, augenblicklich vom Leibe.
83.
Gotteslästerung bestraft.
Der Herbst 1833 lieferte im Bühlerthal einen ziemlich geringen Wein. Als ein dortiger Hofbauer denselben im Rebstockwirthshaus versucht hatte, schüttete er das Übrige im Glase einem dahängenden Kruzifix in's Gesicht mit den Worten: »Warum lässest Du ihn nicht besser wachsen, sauf' ihn selbst!« Sogleich ward er auf beiden Augen blind und blieb es auch sein Leben lang.
84.