B. 54. St. Georg zu Pferde. 1508.

Bei den nicht häufigen schönen Abdrücken dieses Stiches ist mir nur Papier mit dem Wasserzeichen des Ochsenkopfes vorgekommen.

B. 55. St. Sebastian an einen Baum gebunden.

Recht fette malerische Abdrücke findet man von diesem sehr hell gehaltenen Blatte aus Dürer’s erster Periode nicht. Selbst der zu den Geschenken unsers Meisters an König Christian II von Dänemark[11] gehörende Abdruck im Königl. Kupferstich-Cabinet zu Copenhagen ist nicht so warm als die übrigen.

Die besseren Abdrücke, deren Papiere ich zu prüfen im Stande gewesen bin, hatten ein weißes, festes Papier mit Entfernung der Drathstriche zu 13¼ auch 14 Linien.

B. 56. St. Sebastian an eine Säule gebunden.

Der erste Etat dieses Stiches, mit dem kleinen verzeichneten Munde, gehört zu den sehr seltenen aber keinesweges schönen Curiositäten. Bei den besten Abdrücken, auch dem zu den Dürer’schen Geschenken gehörigen in der Copenhagener Sammlung, ist der Mund bereits geändert. Diese Platte hat übrigens weit schönere Abdrücke geliefert, als B. 55. Bei den besseren habe ich Papier mit einem Abstande der Drathstriche von 13 und 14 Linien gefunden, einmal auch das spätere Wasserzeichen des Lilienschildes mit der Krone, Nr. 11.

B. 57. Der heilige Eustachius.

Dieser größte, vollkommen durchgebildete Kupferstich Dürer’s trägt keine Jahrszahl. So geschätzt und gesucht derselbe ist, so gehört er doch nur in den alten, frischen und warmen Abdrücken zu den Seltenheiten. Diese sind fast ausschließlich auf Papier mit der hohen Krone, doch giebt es einzelne wenige Exemplare von schöner Schwärze, auf Papier mit dem Ochsenkopfe, auch habe ich einen noch schönen Abdruck mit dem Wasserzeichen des Kruges angetroffen.

Der unvergleichliche Abdruck in Copenhagen, Geschenk unsers Meisters an König Christian II von Dänemark, hat das Wasserzeichen der hohen Krone.