Von diesem kleinen runden Blättchen habe ich nur einen Abdruck, und zwar in der Sammlung des Erzherzogs Albrecht in Wien gesehen. — Er ist fest aufgelegt und in Beziehung auf das Papier daher nichts wahrzunehmen. Der Stich ist sehr leicht behandelt, macht aber doch den Eindruck, daß er von Dürer selbst herrührt, der Abdruck selbst ist nicht eigentlich frisch zu nennen.

Nach einer mir gewordenen Mittheilung des Herrn William Smith in London, ist neuerlichst ein Exemplar dieses Blättchens in das British Museum gekommen, es hatte sich in einer alten Englischen Sammlung befunden, und war vor etwa 40 Jahren dem früheren Besitzer von dem Vater des W. Smith für einen Shilling (10 Sgr.) verkauft.

B. 66. Die drei Genien.

Dieser Stich ist nicht häufig, in schönen Abdrücken aber wahrhaft reizend. Der prachtvollste Abdruck davon, aus der Sammlung des Herrn R. Fisher in London, war in der »Art treasures Exhibition« in Manchester ausgestellt.

Die alten Abdrücke sind auf Papier mit dem Wasserzeichen des Ochsenkopfes, schwächere auf einem sehr festen, stark gerippten Papier mit 13½ Linien Abstand der Drathstriche.

B. 67. Die Hexe.

Bei den vollkommen schönen Abdrücken, welche jedoch nicht oft vorkommen, hat das Papier den Ochsenkopf als Wasserzeichen, bei guten, aber weniger kräftigen findet man das feste anscheinend Kronen-Papier mit 13¾ Linien Entfernung zwischen den Drathstrichen.

B. 68. Apollo und Diana.

Es giebt außerordentlich schöne Abdrücke dieses Blattes auf Ochsenkopfpapier; merkwürdig ist die auch in den kräftigsten derselben sich findende kleine weiße Fehlstelle in den Schattenlagen der Backe des Apollo, dicht über der Schulter.

Nach den genauen Beziehungen dieses Stiches zu dem folgenden, wird er wohl nicht vor dem Jahre 1505 gearbeitet sein.