B. 69. Die Familie des Satyrs. 1505.

Dieses, in geringen Drucken ziemlich häufige Blatt ist in vollkommen schönen, außerordentlich selten, aber höchst reizend. Diese haben Papier mit dem Wasserzeichen des Ochsenkopfes. Ein schwarzer Punkt auf der linken Lende der Frau findet sich schon auf den frühesten Abdrücken, und muß daher von einer kleinen Fehlstelle in der Platte herrühren.

B. 70. Das Studium von fünf Figuren.

In klaren, ganz rostfreien Abdrücken ist diese Radirung, welche weder Monogramm noch Jahreszahl hat, nicht häufig. Sie kommen auf Papier mit 13 Linien Entfernung der Drathstriche und einem ungewöhnlichen Wasserzeichen vor, welches sich nicht wohl erkennen läßt. Sonst trifft man auch Papier mit dem Wasserzeichen der Thürme oder des gothischen P.

B. 71. Die Entführung der Amymone.

Dürer nennt dieses Blatt in seinem Tagebuche »ein Mehrwunder«, Vasari »una ninfa portata via da un mostro marino«, und Heller setzt den Stich in die Zeit vor 1500.

Ich glaube dagegen, daß solcher einer späteren Zeit angehört, mir scheint die ganze Behandlung dafür zu sprechen, auch habe ich nur einen Abzug auf Ochsenkopf-Papier, sehr wenige mit dem gothischen P gefunden. Die schönsten der alten Abzüge haben Papier mit der hohen Krone. Die Platte hat sich länger erhalten, denn es kommen spätere Abdrücke mit dem Wasserzeichen des Kruges, auch des Reichsadlers vor.

B. 72. Die Entführung. 1516.

In den ersten reinen Abdrücken ist diese Radirung nicht häufig, man findet einige davon mit dem Wasserzeichen des Kruges, die späteren, schwärzeren, aber rußigen Drucke haben im Papier das Wappen der Stadt Schrobenhausen, Nr. 15.

B. 73. Die Wirkung der Eifersucht.