Das übrige der beiden Abdrucks-Gattungen ist einander sehr ähnlich, doch zeigt eine Vergleichung: daß sie von zwei verschiedenen Holzstöcken herrühren, welche indeß einander nicht so sehr in Güte nachstehen, daß man den einen für eine Copie des anderen halten könnte. Ich zweifle daher nicht, daß es — wie bei Dürer mehrfach vorkommt — ein zweiter Schnitt nach derselben Zeichnung ist. Bei dem Abdruck der Ambraser-Sammlung scheint das Monogramm erst später aufgedruckt.

Der erste Schnitt ist auch als fliegendes Blatt gebraucht, und bei dem Abdruck in Dresden findet sich noch die Schrift rund umher vollständig erhalten.

Die Ueberschrift in großen semi-gothischen Buchstaben lautet

»Sanctus Hieronymus Strydenensis Theologus.«

Am linken Rande des Blattes ist lateinischer Text; der deutsche am rechten Rande fängt an:

»Anno 370, etlich setzen anno 400, leuchtet der vilkindig fürbündig gelerte man Hieronymus u.s.w.«

unten steht:

»Gedruckt zu Nürnberg durch Hans Glaser Brieffmahler hinter Sanct Lorenzen auff dem Platz.«

Die früheren oftmals sehr schönen scharfen Abdrücke der zweiten Gattung, welche zuweilen auf Pergament vorkommen, haben im Papier das Wasserzeichen der Wage im Kreise mit einem Stern darüber, Nr. 22 a.

Man findet diesen Holzschnitt sowohl ohne als mit der Jahrszahl und bei einzelnen der letzteren trifft man den von Heller, pag. 670, angegebenen Büchertitel auf der Rückseite gedruckt.