Dieser Stich gehört zu den nicht häufigen; die schönen Abdrücke haben Ochsenkopf-Papier, auch kommen welche mit dem Lilienwappen und Krone, Nr. 11, bei 11 Linien Entfernung der Drathstriche vor.

Bei geringeren Drucken findet man festes Papier mit 13¼ Linien Abstand der Drathstriche.

B. 81. Der grosse Courier.

Dieses, bereits in der Einleitung besprochene Blatt ohne Monogramm und Jahrszahl gehört bekanntlich zu den allergrößten Seltenheiten und fehlt sogar der reichen Sammlung des Erzherzogs Albrecht in Wien.

Es sind nur zwei Abdrücke davon bekannt: der eine im Königlichen Kupferstich-Cabinet zu Dresden, der andere in der K.K. Bibliothek zu Wien. Dieser letztere ist nicht rein im Druck und namentlich die hintern Schenkel des Pferdes sind unklar. Der Abdruck in Dresden ist auf sehr festem Papier, welches nur 11 Linien Abstand der Drathstriche und ein nicht gebräuchliches, dem aus alten Bücherdrucken bekannten Cardinals-Hut einigermaßen ähnelndes Wasserzeichen hat. Die Platte hat unten stark abgerundete Ecken, welches bei Dürer etwas ganz ungewohntes ist, und der Stich erscheint im Vergleich mit den übrigen Arbeiten unsers Meisters als auffallend roh behandelt.

B. 82. Die Dame zu Pferde.

Ein nicht häufiges Blatt, von dem man indeß sehr schöne Abdrücke, sowohl auf Ochsenkopf-, wie auf Kronen-Papier findet; der mir zu Gesicht gekommene schönste, zu Dürer’s Geschenken in Copenhagen gehörig, hat kein Wasserzeichen.

B. 83. Der Bauer und seine Frau.

Die schönen Abdrücke sind auf denselben Papieren, wie das vorstehende Blatt.

B. 84. Die Wirthin und der Koch.