Heller setzt dieses Blättchen in die Zeit vor 1506, vergleicht man es aber mit anderen Stichen dieser Periode, namentlich B. 85 und 86, so wird man den wesentlichen Unterschied in der Behandlung, besonders auch des Vorgrundes nicht verkennen. Ich halte dasselbe daher entschieden für eine spätere Arbeit.

Neben vielen matten und abgenutzten Abdrücken findet man diesen Stich zuweilen auch sehr kräftig und schön, das Papier hat dann das Wasserzeichen des Ochsenkopfes, selten das des gothischen P.

B. 85. Der Orientale und seine Frau.

Das Blatt ist in schönen Abdrücken selten, dann aber recht kräftig. Bei solchen trifft man das Papier mit dem Ochsenkopf.

B. 86. Die drei Bauern.

In den alten warmen Abdrücken auf Ochsenkopf-Papier ist dieses Blättchen von recht malerischer Wirkung.

Die Kupferplatte davon ist noch vorhanden und kam im Jahre 1856 in Frankfurt a.M. zum Vorschein, wurde aber, ehe die dortigen Dürer-Sammler Kenntniß davon erhielten, nach Rußland verkauft.

B. 87. Der Fahnen-Träger.

Diesen lieblichen Kupferstich, welcher allerdings in dem Vorgrunde noch Spuren der älteren conventionellen Darstellungsweise hat, halte ich — abweichend von Heller — für eine Arbeit nach der italienischen Reise, besonders wegen der Behandlung des Wassers und der sorgfältigen Ausführung der Federn.