In der zweiten Periode findet man im Anfange, namentlich bei den kleineren Blättern, noch häufig das Papier mit dem Ochsenkopf, auch trifft man es, jedoch selten, bei einzelnen der größeren Blätter aus dieser Zeit. Bald aber, und besonders nach 1510, wird dieses durch das Papier mit dem Wasserzeichen der hohen Krone verdrängt, und verschwindet ganz bei den größeren Blättern mit dem Jahre 1513. An dieses Papier mit der hohen Krone reihen sich, wiewohl nicht so häufig, Papiere mit den Wasserzeichen des Reichsapfels, eines Ankers im Kreise, und zweier mit Zinnen gekrönter Thürme, welche durch eine Mauer verbunden sind.

Das Papier mit dem Wasserzeichen der hohen Krone (auch wohl Kaiser-Krone genannt), Nr. 4, welches, zwar selten, doch namentlich bei alten Zeichnungen schon in den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts vorkömmt, und von unserm Meister in den zu der Verwendung geeigneten Sorten besonders viel gebraucht ist, hat im Stirnreif der Krone fünf Perlen und auf dem hohen verzierten Bügel ein Kreuz. Die Masse des Papiers ist nicht so milchweiss wie bei demjenigen mit dem Ochsenkopf, sie fällt etwas ins gelbliche und ist mit einer weniger dichten Drathform geschöpft. — Das Papier ist griffiger und bei den erhaltenen Rändern gegen die Platte vorstehend.

Die Drathstriche sind sichtbar, aber in ihrem Abstände oft auf demselben Bogen verschieden. Gewöhnlich findet man sie 13½ bis 14 Pariser Linien von einander entfernt, zuweilen nur 12½ und 13, dagegen auch 15¼ Linien, letzteres jedoch selten.

Das Papier mit dem Reichsapfel und einem fünfstrahligen Stern darüber als Wasserzeichen, Nr. 5, ist fest und hat 13¾, zuweilen auch 15 Linien entfernte Drathstriche.

Dasjenige mit dem Wasserzeichen des Reichsapfels, mit einem Kreuz darüber, Nr. 6, ist besonders fest und in innerer Güte dem Kronen-Papier ähnlich, es unterscheidet sich indeß von diesem dadurch, daß der Abstand der Drathstriche nur 11½ Linien beträgt.

Das Papier mit dem Wasserzeichen des Ankers im Kreise, Nr. 7, ist nicht sehr fein von Masse, aber kernigt; die Drathstriche sind 13½ bis 14 Linien von einander entfernt.

Bei den Papieren, deren Wasserzeichen in zwei mit Zinnen versehenen Thürmen besteht, welche ein durchbrochenes Stück Mauer, mit ein oder zwei Spitzen darunter, verbindet, Nr. 8 und 9, findet man die Masse fein, wenngleich nicht immer so rein, wie bei manchen der früheren Sorten; die Entfernung der Drathstriche ist verschieden und beträgt 12, 13¼ auch 14 Linien.


Das in der dritten Periode fast ausschliesslich vorherrschende Papier hat das Wasserzeichen eines kleinen Kruges mit einem Henkel.