Dieser seltene Holzschnitt ist von Heller, pag. 830, Nr. 2233, gewiß mit Recht unter die dem Dürer irrig zugeschriebenen Blätter gesetzt. Man hat Abdrücke davon ohne die von Heller angeführten Monogramme, welche indeß noch nicht — wie dieser berichtet — Spuren des Wurmfraßes zeigen.
Das Wasserzeichen des Wappens der Stadt Schrobenhausen, Nr. 15, in ihrem Papiere deutet indeß auf den Abdruck derselben erst nach Dürer’s Tode. —
B. 110. Der heilige Franciscus, welcher die Wundenmale empfängt.
Die alten Abdrücke haben ein festes Papier von feiner Masse, dessen Drathstriche 14 Linien entfernt sind.
B. 111. Der heilige Georg, der den Drachen tödtet.
Von diesem nicht häufigen Blatte erkennt man die ältesten Abdrücke daran, daß der Einfassungsrand ohne allen Aussprung ist, während man bei spätern, jedoch noch schönen Abdrücken, kleine Fehlstellen desselben, sowohl unten als oben wahrnimmt, auch sind kleine Spuren von Beschädigungen zu beiden Seiten des auf dem Boden liegenden Schädels sichtbar. Die Papiere der alten Drucke haben das Wasserzeichen der Wage im Kreise, Nr. 22, auch des Reichsapfels mit Stern.
B. 112. Die Heiligen Johannes und Hieronymus.
Die alten Abdrücke dieses nach der auf dem Nachstiche des Marc Anton befindlichen Bezeichnung, 1506. A. 1[40], vor der Reise nach Venedig gearbeiteten Holzschnitts sind sehr scharf und rein, auf Papier mit dem Wasserzeichen der Wage im Kreise, auch wohl auf einem sehr festen Papiere, dessen Drathstriche aber nicht wohl zu erkennen sind.
B. 113. Der heilige Hieronymus in einer Felsengrotte. 1512.
Dieses Blatt findet man eben so häufig als verschieden in seinen Zuständen.