B. 130. Die Philosophie.
Dieses seltene Blatt hat Heller unter die zweifelhaften unsers Meisters versetzt. Es weicht freilich in der Behandlung, obgleich mit dem Monogramm versehen, von den übrigen Holzschnitten Dürer’s ab, dagegen hat es Aehnlichkeit mit den Holzschnitten zu den Comödien der Rhoswita, welche von vielen Kennern, namentlich auch von C.F. v. Rumohr,[43] dem Dürer-Werke zugezählt werden.
Man hat alte Abdrücke auf Papier mit dem Wasserzeichen der großen hohen Krone, Nr. 21, auf deren Rückseite eine lateinische Dedication gedruckt ist, welche folgende Ueberschrift hat:
DN. IMP: MAXIMILIANO AVGVSTO.
CONRADVS. PEVTINGER. AVGVSTANVS.
FOELICITATEM.
B. 131. Der Mann zu Pferde.
Die alten schönen Abdrücke dieses großen Holzschnittes haben das Papier mit dem Wasserzeichen des großen Reichsapfels mit Strich und Stern, Nr. 24. Bei den guten spätern findet man das Wappen von Augsburg, Nr. 50, in einem stark gerippten Papier mit Entfernung der Drathstriche von 14¼ Linien, auch wohl ein feines Papier mit gleicher Entfernung der Drathlinien und dem Wasserzeichen eines langen Wappenschildes, Nr. 44.
B. 132. Der Tod und der Soldat. 1510.
Dieser als fliegendes Blatt herausgegebene Holzschnitt gehört zu den seltenen. Man hat davon zweierlei Abdrücke, die ersten mit der Ueberschrift und dem Gedicht, wie Heller solche pag. 686 bis 688 angiebt; haben im Papier das Wasserzeichen des kleineren Reichsapfels mit Strich und Stern, Nr. 24a, und 13¾ Linien Abstand zwischen den Drathstrichen.
Die zweiten Abdrücke sind auf Papier mit dem Wasserzeichen der Urne, Nr. 25, und unterscheiden sich durch eine abweichende Schreibart sowohl bei der Ueberschrift als bei dem Gedicht.