Amorik saß auf einem kleinen Schemel und sein linkes Auge wachte. Wo hast du dein Auge verloren, grauer Amorik? He, der Wind kam und blies und sagte: ich bin der Wind, und blies es dir aus der Höhle? Nein, während eines Sturmes war ihm eine Segelsparre ins Auge gefallen.
Mit seinem feinen Lächeln saß Amorik da und sein Gesicht war gesättigt mit der Güte jener Menschen, die einsam in der stillen Nacht wachen und schweigen. Und wo konnte man einsamer sein, als unter der gleißenden Mühle?
Ich trat auf die Galerie. Der Nachtwind legte mir die Kleider glatt an den Körper und zerrte an meinen Augenlidern. An den Scheiben tanzten große Falter und Myriaden von Milben und bohrten sich wollüstig ins Licht. Wie rotierende weißglühende Fontänen schossen die Strahlengarben in die Finsternis empor und hinaus, dreißig Seemeilen weit und mehr. Die Insel war vollkommen schwarz, mattschwarz, und glänzendschwarz war das Meer und bewegte sich.
Ein grüner Funke wanderte nach Norden. Sie wußten, das ist Creach, in vier Stunden sind wir im Kanal, in zwanzig, in fünfzig Stunden zu Hause. Noch nach fünf Stunden würden sie uns sehen.
Wir wachten und wechselten dann und wann ein kurzes Wort. Amorik hatte es längst verlernt zu reden.
Im Falle Nebel kommt, werden wir den kleinen Hebel öffnen und die komprimierte Luft wird im Schalltrichter brüllen. Aber es kam kein Nebel, die Nacht war übersät mit Sternen.
„Nun, gute Nacht, Amorik.“
„Du gehst?“
„Ja, ich bin müde.“
„Bist du noch wach, Yvonne, so tief in der Nacht?“