Ich rührte mich nicht. Ich hatte ja gewußt, daß sein Besuch mir galt.
„He!“ Yann rüttelte mich und ich schlug die Augen auf. Eine Weile sah mich Yann an, dann sagte er: „Reise ab!“
Ich öffnete vor Erstaunen den Mund, ich entgegnete nichts.
„Reise ab!“ wiederholte Yann.
Ich lächelte. Yanns Augen waren wie dunkle glänzende Löcher. Selbst jetzt im Halbdunkel konnte ich bemerken, daß sie blutunterlaufen waren. Kognaknebel strömten aus seinem Mund.
„Yann,“ sagte ich, „du bist verrückt. Gehe schlafen, mein Freund!“
„Daß du es weißt,“ fuhr Yann fort, „mit unserer Freundschaft ist es aus. Wir haben nichts mehr miteinander zu tun.“
Er sprach die Wahrheit, ich hörte es an seiner Stimme. Ich richtete mich auf.
„Yann?“
Yann knurrte. „Rosseherre hat mir alles gesagt. Gestern nacht. Heute früh war ich bei dir, aber du warst fort. Deshalb kam ich aufs Meer heraus. Ja, sie hat mir gestanden, daß sie bei dir war — in einer schwachen Stunde, ich war in Brest, da kam sie zu dir und klopfte und du kamst heraus. Sie lief davon, aber du holtest sie ein und trugst sie auf den Armen ins Haus.“