Es wurde dunkel. Das Dorf lag friedlich da mit seinen spärlichen Lichtern. Der Lichtkegel Creachs fegte heran und die Silhouette der Dächer hob sich scharf und schwarz davon ab, dann versank alles in Dunst und Nebel, Häuser, Lichter, und der Lichthieb flog über mich hin und blendete mich. Und wieder lag das dunkle Dorf friedlich mit seinen blinzelnden Lichtern da.
Ich kehrte wieder nach Sturmvilla zurück. Fliegen summten über Poupouls Leichnam. Ich nahm ihn auf den Arm und trug ihn hinab zum Meer. „Du hast ja immer auf dem Meer gelebt, Poupoul,“ sagte ich. Poupoul war steif, als ob er ausgestopft wäre. „Lebe wohl, mein Kamerad!“
Poupoul trieb. Er schwamm langsam hinaus, dann aber kam er in einen Strudel und verschwand. Eine Welle schoß heran und als ihr Gischt zerstoben war, lag Poupoul wieder vor mir.
„Nun, lebe wohl, Poupoul, es muß ja doch sein!“
Merkwürdig! Ich versuchte es an drei, vier Stellen, immer wieder kam Poupoul zu mir zurück.
Da nahm ich ihn wieder auf den Arm, triefend naß wie er war, und trug ihn quer über die Insel. Er war schwer und ich keuchte.
Im Osten waren Meer und Himmel blauschwarz, im Westen kupferrot. Eine kleine braune Mondsichel stand über der Insel und der Wind fegte.
Wo die Klippen senkrecht abfallen, warf ich Poupoul ins Meer. Ich sah wie er auffiel, ich hörte es. Nun konnte er nicht mehr zurückkommen. Er rollte an den Klippen entlang, dann packte ihn der Strom und er verschwand.
Ich begleitete ihn auf seiner Fahrt, bis ich zur Markonistation kam. Hier trat ich ein.
„Nehmen Sie Platz,“ sagte Herr Boucher liebenswürdig, „wie sehen Sie aus?“