„Wir kennen uns schon,“ sagte ich, indem ich ihr die Hand reichte und in die Augen sah, „aber Rosseherre will nichts mit mir zu tun haben, sie ist zu stolz.“
„Stolz? O, ich bin gar nicht stolz!“ rief Rosseherre singend aus und rückte verlegen an der Haube.
„Aber doch willst du nicht mit mir tanzen, Rosseherre!“
Sie lachte.
„Tanze mit ihm, tanze sofort mit ihm, er ist mein Freund,“ schrie Yann. „Tanze mit ihm!“ Das wiederholte er hundertmal, bis Rosseherre einwilligte.
Ich stampfte im Kreise wie die andern, Rosseherre im Arm. Sie war leicht und schmal und ihre Haare fielen weich über meine Hand.
„Du bist wohl drüben an der Küste gewesen, Rosseherre?“
Ach, nein, sie war nicht auf der großen Erde, sie war nur auf der Insel Molen.
„Heute in der Kirche sahst du so hübsch aus, Rosseherre. Wie eine kleine Madonna. Du hast mir gefallen, bei Gott!“ sagte ich und zog sie an mich.
Rosseherre sträubte sich nicht; sie lächelte und sah flüchtig zu mir empor.