Sie hatte viele Sommersprossen, besonders unter den Augen. Ihr Mund war voll und weich, ein Mund, der sich beim Kusse ganz ergibt. Sie hatte fast gar keine Brauen. Kindlich und unentwickelt war ihr Gesicht, trotz der merkwürdigen, alten Augen. Auf ihrer niedrigen, eigensinnigen Stirn waren die Linien vieler Falten zu sehen, wie bei allen Mädchen der Insel und selbst bei Kindern. Denn in die grausame Helle des weiten Himmels konnte man nur mit zusammengezogenen Brauen blicken.

Wir wurden langsam in der Runde geschoben. So oft wir an Yann vorbeikamen, stach er nach uns mit seinem Bambusstöckchen. Dann war der Tanz zu Ende.

Rosseherre war erhitzt und trocknete sich die Stirn mit dem Ärmel. Ich zog ein kleines, blaues Tuch aus der Tasche und reichte es ihr.

„Ein hübsches Foulard!“ rief sie aus.

Yann prüfte fachmännisch das Gewebe.

„Prima!“ sagte er.

Ich faltete das Tuch zusammen und legte es in Rosseherres kleine braune Hand.

„Nun?“

„Behalte es, wenn du willst, Rosseherre. Ich brauche es nicht.“

Rosseherre sah mich ungläubig an.