Am nächsten Abend klopfte es wieder an meinem Fenster und Rosseherre stand vor der Tür. Sie war gekommen um mir zu sagen, wie es mit Jean Louis gehe.

„Es geht ihm gut, ja. Morgen wird er wieder hinausfahren.“

„Willst du nicht hereinkommen, Rosseherre?“

Rosseherre lachte. „Ja.“

„Nun, so tritt ein.“

Wie laut die Grillen doch in diesen Sommernächten um Sturmvilla lärmten! Yann hatte viel drüben an der Küste zu tun, er mußte Kohlen holen für Creach.

Wenn es Abend wurde saß ich gewöhnlich auf dem Stein vor meiner Tür, der noch heiß von der Sonne war, und spielte mir ein Lied auf meiner Flöte.

XVII

Dann kamen die großen Stürme und alles wurde anders. Die Stürme selbst waren schuld daran —

Eines Morgens erwachte ich mit einem elenden Gefühl. Das Atmen wurde mir schwer. Ich ging hinaus um zu sehen, ob nicht etwa der Himmel herabgekommen sei und in Mannshöhe über der Insel laste. Alles stand still. Die Gräser, das Meer, die Luft, über dem Meer lag die lange Rauchwolke eines Dampfers, der schon entschwunden war, auch diese Rauchwolke stand still. Ein grauer, greisenhafter Himmel blickte von oben herab. Wo war das Leben hin?