Und wütend prasselte die Schreibmaschine.
Nicht für möglich halten?
Warte nur, du, du . . . he?
Hast vergessen, daß Gott jeden deiner Schritte bewacht, daß die Haare auf deinem Haupte gezählt sind — die Fügung hast du ganz vergessen.
An den Sonntagen, da saßen sie oft bis in die späte Nacht und debattierten, schrien, sprachen durcheinander, daß man kein Wort verstand. Neu, völlig neu sollte die Welt erstehen!
Und sein Mädchen saß dabei, an den Sonntagen! Es war ja selbstverständlich, daß dieser, dieser — ein Mädchen hatte, aber, daß sie dabeisaß, während es nichts Heiliges für sie gab? Nein, nein, es störte sie gar nicht, nicht im geringsten. Im Gegenteil? Sie kochte Tee und sagte: Bitte, meine Herren — bitte. Und so ging es den ganzen Sonntag bis nachts um zwei, drei Uhr. Bitte, meine Herren — und sie qualmten, daß der Rauch durch die Türe quoll und er husten mußte, obschon er doch selbst ein starker Raucher war. Worte flogen, Worte, wilde, verwegene Worte.
Und sein Mädchen saß mitten unter ihnen!
Da schwieg die Schreibmaschine plötzlich. Ackermann verließ das Haus. Sein Schritt eilte die Treppe hinab, die Haustüre wurde ins Schloß geworfen. Bis zum grauenden Tag würde er nun fortbleiben.
Wann schläft er eigentlich? dachte Herr Herbst in seinem Bett.
Nun war es ganz still geworden. Es knackte in den Balken, rieselte in den Mauern, die Wände seufzten.