Der Lüster im Speisezimmer brannte.
Dieser Lüster war aus schneeigem Glas, Tulpen, Prismen, Perlen. Eine Grotte aus schimmerndem Schnee, die leuchtete ohne zu schmelzen.
Das Zimmer war leer. Ruth war noch nicht da.
Daß er auch gerade diesen Brief — da trat Ruth ins Zimmer. Heiter und gut gelaunt, mit einer jungenhaften Verbeugung, wünschte sie „Guten Abend“.
„Frau v. Dönhoff läßt grüßen, Papa“, sagte sie, indem sie Platz nahm.
„Hast du Besuch gemacht?“
„Nein, ich traf sie auf der Straße.“
Jakob stürzte hinter seinem Schrank hervor, um die Serviette aufzuheben, die dem General entglitten war.
„Otto geht es gut?“
„Ja, nur zwei, drei Wochen“, erwiderte der General.