Dora lachte. Es machte ihr Vergnügen, scheue Menschen in Verlegenheit zu bringen. Dann aber änderte sie den Ton.

„Und Dietz geht es gut in Bukarest?“

„Sehr gut, danke. Er bewohnt eine reizende Villa, reitet täglich spazieren, es fehlt ihm wirklich an nichts.“

„Hören Sie Ruth — aber Butzi, sehen Sie, er zerreißt Ihnen den ganzen Schuh —“

Ruth nahm den Schuh und warf ihn zu dem andern auf dem Sofa.

„Ich wollte sagen, Ruth, wenn Sie erst einmal auf Ferchow wohnen — es ist der schönste Sitz in Pommern, und Sie haben da einen chinesischen Pavillon auf einer Insel im See, märchenhaft, die Armins haben ja ihr Gut nebenan — wenn Sie erst auf Ferchow wohnen, versprechen Sie mir —“

Ruth unterbrach sie.

„Ich werde nie auf Ferchow wohnen, Dora!“ sagte sie, jede Silbe betonend.

„Wie? Aber —?“

Ruth blickte Dora in die Augen.