Kein Zweifel, er würde ihn zwingen, ihm Rede und Antwort zu stehen, jede Auskunft, die er wünschte, zu geben.
Er hatte ja die Briefe in der Tasche, zum Beispiel, am 4. August griff ein Jägerbataillon an, kein Mann kehrte zurück. Weshalb also mußte am 5. August — er würde natürlich in aller Höflichkeit, in aller Bescheidenheit . . .
„Schach der Königin!“ rief er laut und warnend.
„Wahrhaftig! Nun, Sie erlauben, ich nehme den letzten Zug nochmals zurück — es heißt überlegen. Sie gehen ja scharf vor, heute.“ Die düsteren Eulenaugen des Buckligen begannen zu glühen.
Herr Herbst griff in Wahrheit stürmisch an. Er fühlte sich seinem Gegner heute weit überlegen, und er hätte jede Summe gewettet, daß er gewann, obgleich der Bucklige für gewöhnlich stärker spielte — unter den jetzigen Umständen, früher, da hätte er ihn ja nie schlagen können.
Natürlich, der Kaiser war er ja am Ende nicht. Und schließlich — er würde ihm ja ebenfalls gefällig sein! Nein, nein, es war ganz und gar kein kleiner Dienst — bei rechtem Lichte betrachtet. Vielleicht würde er sagen: aber mein lieber Herr Herbst, weshalb sind Sie nicht früher gekommen? Wer weiß? Wer weiß?
Ja, so würde er beginnen. Von diesen jungen Leuten nebenan würde er berichten — von ihren Ideen, ihren Absichten, gefährlichen Absichten — nun ja, rascher als irgendein anderer würde der General verstehen.
Und dann würde er auf das Mädchen zu sprechen kommen —
„Vorsicht, Herr Herbst!“
„Ich sehe schon — eine richtige Falle. Ei, ei!“