„Aber was tun Sie?“

„Ich bin gezwungen, den letzten Zug zurückzunehmen.“

„Aber, aber —“

„Auch Sie haben ja einen Zug zurückgenommen.“

Dieses Mädchen also, so würde er sagen, hatte er zuerst gar nicht beachtet. Wie sollte er auch? Alle diese Soldaten hatten ja ihre Mädchen, nicht wahr, es war einmal nicht anders. Nicht beachtet. An den Sonntagen kochte sie den Tee, bot Zigaretten an. Sie selbst sprach eigentlich wenig, nur hier und da warf sie ein Wort ein. Man hörte ihre Stimme kaum, so fein klang sie.

An den Wochentagen kam sie zuweilen abends, und dann war sie mit ihm allein. Nun sie waren junge Leute, was sollte da besonderes dabei sein? Er hörte nicht zu, hatte seine eigenen Gedanken. Eines Abends aber, plötzlich sprechen sie über gewisse Dinge — wie interessant! Was ist das? Offenbar kennt das Mädchen genau die Familienverhältnisse einer gewissen hochgestellten Persönlichkeit. Nun, es war jedenfalls sonderbar, daß sie so genau Bescheid wußte —

Tief in seine Gedanken versunken, legte sich Herr Herbst im Sessel zurück und blies den Rauch in die Luft.

Sie plaudern also über gewisse Dinge, ganz harmlos. Sie denken wohl nicht, daß ich nebenan alles höre, denken wohl, ich sei ausgegangen.

Oben an der Türe sehe ich Licht.

Ich weiß wohl, was sich schickt und was unpassend ist — aber, aber, ich kann nicht widerstehen. Das Licht reizt mich. Ich trage den Stuhl zur Türe, vorsichtig natürlich — steige hinauf — so, so — strecke mich und blicke durch den Spalt. Ich drehe das Auge hin und her. Ah, da sitzt er also, der Soldat, und daneben — auf dem Sofa . . .