Ach, Heinz, ich liebe Dich! Hier, diesen kleinen Zettel schicke ich mit. Er sieht ganz unscheinbar aus, nicht wahr? Aber ich habe ihn mit tausend Küssen bedeckt, und die soll er Dir überbringen.
Deine kleine Frau Klara.
Nebenan ist jetzt ein kleiner weißer Terrier aufgetaucht. Ich habe mich mit ihm angefreundet. Er spielt im Vorgarten mit Papierstücken, die der Wind bewegt — rührend! Auch Paketchen sind schon unterwegs.“
3
Ein Fingernagel pickte an das Fenster der Portierloge.
Keine Antwort. Kein Laut. Totenstille.
„Herr Portier! — Herr Portier?“
Der Portier, der dem alternden Moltke ähnlich sah — natürlich nur eine flüchtige Ähnlichkeit und nur unter besonderer Beleuchtung, es war dem General ja nur so nebenher durch den Kopf gegangen — der Portier schlief.
Aber hartnäckig pochte der Fingernagel. Und nun wurde eine schneeweiße Visitenkarte durch das offene Fenster geschoben — da erwachte der Portier.
Er erwachte und hob sofort beschwörend die Hände, und auch, sonderbar genug, der kleine Herr mit dem zu tief sitzenden Zylinder hob sofort beschwörend die Hände.