„Aber so?“
„Wie ist es so?“
„Nichts, nichts. Gar nichts. Ich sterbe, man begräbt mich, und alles ist zu Ende. Wir sind tot, die ganze Familie ist von der Erde verschwunden.“
Wie klar er heute zu denken vermochte! Seit langer Zeit fügten sich die Gedanken nicht so spielend aneinander. Ausgezeichnet war das! Herrlich! Es gab ja so viele Tage, da er nur stottern konnte, seine Gedanken sich fortwährend verwirrten, und das hätte einen schlechten Eindruck gemacht.
Wieder befand er sich dem grauen Hause gegenüber. Jakob, der immer noch den Messingknopf der Haustüre polierte, machte ihm ein Zeichen. Also noch nicht! Jakob war ja eingeweiht, hatte zehn Zigarren erhalten — und zehn weitere Zigarren sollte er bekommen — danach!
Ja, das also ist die Wahrheit: von der Erde verschwunden!
Der Zylinder verlor sich in der Tiefe des Parkes. Schon war Herr Herbst wieder in seine alten Gedanken versunken.
„Eigentlich, ja, wäre alles ganz genau, als ob ich noch lebte. Ich liege unter der Erde, und doch lebe ich weiter. Denn er ist eigentlich ich — oder ich eigentlich er — —! So aber — bin ich wie eine Pflanze, die man ausgerissen hat und auf den Weg warf. Und dann ist es zu Ende — zu Ende für immer . . .“
Herr Herbst blieb mitten auf dem Wege stehen. Er zitterte.
„Ja — trotz allem — unfaßbar!“