Kammerer strahlte. Plötzlich pfiff die Luft durch das Pfeifenrohr. „So, das Kind hat Luft —“
Das Telephon tutete. Die Beobachtung meldete, daß der Feind in der neuen Sappe unverschämt arbeite.
Schon trillert Kammerers Pfeife draußen im Wald. Die Geschütze der Batterie Dönhoff sind über eine weite Strecke verteilt und erst zu erkennen, als die dunkeln Rohre sich plötzlich bewegen. Hier im Wald ist es schon ganz düster, aber draußen bei der Beobachtung sind im Scherenfernrohr noch deutlich die Nebelgestalten zu unterscheiden, die dicht am Waldrande bei Boureuille Erde aufwerfen.
Da donnern auch schon die Geschütze. Wütend, mit kurzen harten Schlägen, und das Echo rollt breit und drohend dahin. Die Petroleumlampe schwankt, während Hauptmann Dönhoff müde die Augen schließt und gähnt.
Nun rieselt es draußen im Wald wie Regen. Die welken Blätter, die noch an den Bäumen hängen, fallen, von den Luftwirbeln losgerissen, zu Boden.
„Und Ruth? Wo ist Ruth?“ fragte Gräfin Heller. „Weshalb ist sie nicht gekommen?“
„Sie hat immer mit ihrer Küche zu tun.“ Ruth, die Tochter des Generals, arbeitete in einer Mittelstandsküche, ehrenamtlich natürlich, nicht gegen Bezahlung.
„Ruth war heute vormittag bei mir“, warf Dora ein.
Verführerisch war Doras Teetisch gedeckt, Blumen, Kuchen, Konfitüren.