Der General errötete. Nun wird er sich gewiß an diese Affäre erinnern, an diese Entführung, und alles wird vergeblich sein.
„Ich erinnere mich nicht“, sagte er.
Aber mit dem Eigensinn eines Greises forschte der hohe Würdenträger in seinem Gedächtnis nach.
„Es war bei Baron Kreß“, rief er aus. „Ja, nun habe ich es, und es war eine entzückende Dame da, eine reizende kleine Person! Ah, ah, ah, wie hieß sie doch?“
Der General schwieg beharrlich, außerordentlich peinlich war die Situation. Scham erfüllte ihn, daß er nicht den Mut hatte, zu bekennen, daß diese reizende kleine Person, wie Exzellenz sie zu nennen geruhten, später —
„War es nicht eine kleine Baronesse Bassewitz? Nein, nein, es war — nun, es ist lange her. Ich bin nicht für die Ehe geboren gewesen, mein lieber Freund. Und wie fühlen Sie sich in Berlin?“
Der General rückte auf seinem Sessel. „Wo mich mein König hinstellt,“ heulte er in das Ohr Seiner Exzellenz, „da —“, er stockte.
Aber der Greis verstand vollkommen.
„Ja, ja, ja,“ nickte er. Ach, er hatte diese Phrase tausendmal in seinem Leben gehört. Er klopfte sich auf den Mund, um ein Gähnen zu verbergen.
„Ich höre aber, daß Sie sich bei der Truppe wohler fühlten, lieber Freund? Meine Schwester —“