Das Haus war völlig leer. Selbst die Dienerschaft drängte sich unter den Türen zusammen. Auch Papa — ja, selbst ihr Papa — seht an! Da stand er, mit einem Sektglas in der Hand.
Klara stieg die Treppe empor — aber sofort kehrte sie wieder um. Da oben, bei den Truhen und Schränken stand der Bettelmönch mit seiner Schale, und sie fürchtete sich, ihm allein zu begegnen. Obwohl man sagte, daß es eine Königliche Hoheit sei. Auch er fand gewiß diese Nackttänzerin schamlos.
Drinnen raste der Beifall. Die Musik setzte von neuem ein.
Dora eilte an ihr vorbei die Treppe hinauf.
Es war Zeit, wieder das Kostüm zu wechseln, nicht wahr? Es war auch die beste Gelegenheit, gerade jetzt, wo der Tanz wieder begann.
Rasch rauschte Dora an den Truhen und Schränken vorüber. Da reckte sich ihr aus einer dunkeln Nische die rasselnde Schale entgegen — wieder stand er da und verneigte sich.
Sie schrak zurück. Aber gewiß wollte der demütige Bettelmönch nichts Böses.
Sie waren ganz allein, unten lärmte das Fest.
„Wer bist du?“ fragte Dora.
Der Bettelmönch schüttelte den roten Turban.