Dora trat dicht an ihn heran und blickte in seine Augen, die zwischen Vermummung und Turban blendeten. Einen Augenblick lang hatte sie, erschreckend, gedacht, vorhin, er könnte es sein — er, das Gerücht, das kursierte! War es nicht möglich, daß er hierhergekommen war, auf eine Stunde, unerkannt von allen Gästen, unerkannt selbst von ihr, um wiederum unerkannt zu verschwinden. Es war unmöglich — und doch, wunderbar war dieser Gedanke.

Aber die Farbe der Augen stimmte nicht. Dieser Bettelmönch hatte helle Augen.

Plötzlich sagte der Bettelmönch: „Dora.“

Und augenblicklich erkannte ihn Dora an der Stimme.

„Du —?!“

Der Bettelmönch, der den ganzen Abend stumm geblieben war, brach in lautes, heiteres Lachen aus.

„Ja, ich bin es.“

„Und ich habe dich nicht erkannt! Du hast geschrieben — noch heute —“

„Ich wollte dich überraschen!“

Dora zog ihn einige Schritte mit sich, bis zur Türe. „Geliebter —“ flüsterte sie.