Plötzlich schwankt die Maschine, sie flattert hin und her. Mächtig pendeln die Flügel. Heinz hat sich in namenlosem Erstaunen aufgerichtet. Die Maschine stürzt . . .

Aber hinter der stürzenden Maschine her jagt wie ein riesiger Raubvogel ein Flugzeug mit Farbringen auf den Tragdecken. Senkrecht stürzt es sich in die Tiefe, dem Opfer nach. Der Pilot, in seiner Vermummung anzusehen wie ein furchtbarer Dämon, beugt sich über Bord, um die stürzende Maschine des Gegners auf die Platte seines photographischen Apparates zu bringen.

Wie eine Motte flattert der deutsche Eindecker da unten, und plötzlich löst sich etwas wie ein Gegenstand, ein Körper — verschwindet rasch, wie ein Punkt in der Tiefe.

Schon blitzen Messer auf am Waldrand, und der Raubvogel rauscht in die Wolke zurück. —

Als Hauptmann Wunderlich die Nachricht hörte, zerriß er sich mit den Nägeln das Gesicht und schrie: „Ich ertrage es nicht mehr, ich kann nicht mehr!“

4

Immer noch sprach der freundliche Greis — mit leiser, feierlicher Stimme. Und immer noch verharrte das Haus in Totenstille.

Der kleine gütige Greis sagte Ja, und er sagte Nein. Er sagte Sofort und sagte Niemals. Vorsichtig und sorgfältig fügte er Wort an Wort zu kunstvollen Sätzen. Zuweilen huschte sogar etwas wie rethorischer Glanz über seine Rede, ein Glanz wie er über Reliquien in den Kathedralen liegt.

Die Erregung hat seine Greisenbäckchen gerötet wie die Bäckchen eines Kindes.

Er war nicht abgeneigt, Zugeständnisse zu machen, das heißt nicht eigentliche Zugeständnisse, es wäre ihm natürlich unmöglich, irgendwie und in irgendeiner Form auch nur das geringste . . .