„Deutlich erinnere ich mich — trotzdem . . .“

Der General starrte vor sich hin — das Blut wich langsam aus seinem breiten Gesicht. Plötzlich schüttelte er den Kopf. Welch absurder Gedanke!

Er berührte die Klingel.

Weißbach erschien, und der General berichtete kurz über die Reichstagssitzung — ein Zeichen des größten Vertrauens und Wohlwollens, das Weißbach, trotzdem er noch in Alkohol kochte, er war bis neun Uhr bei Ströbel gewesen, zu würdigen wußte.

„Sollten Sie Näheres über Hauptmann v. Dönhoff erfahren —?“

„Jawohl, Herr General!“

Weißbach zog sich zurück. Der General war ihm grün erschienen, leichengrün — die Beleuchtung natürlich, oder auch sein Zustand. Er trank wenig, aber er konnte nichts mehr vertragen, seit er in Rußland seinen Nervenchok erlitt. Damals waren sie alle verbrannt, durch einen Volltreffer, der den Unterstand in Flammen setzte — nur durch einen Zufall war er gerettet worden. Er wußte selbst nicht wie, er hatte es auch nie begriffen.

Sobald Weißbach den Saal verlassen hatte, ging der General zum Telephon und verlangte eine bestimmte Verbindung.

Erst nach geraumer Zeit ließ sich jemand hören.

„Ich hatte doch gebeten“ — begann der General ungnädig — „mich umgehend informieren zu wollen — bereits acht Tage — wie, bitte —?“