„Es ist Zeit!“ flüsterte er. „Es ist Zeit!“
„Es ist höchste Zeit!“ Er eilte.
Ihr Jungen, Wollenden, Wagemutigen, die Stunde schlägt! Ihr Sehnsüchtigen, Verzweifelten, Zielerfüllten, ihr Hassenden, Liebenden, Gesegneten, Boten und Verkünder des Menschenreiches — auf, auf, die Stunde ist da! Zögert nicht länger, ihr Gesandten mit den menschlichen Antlitzen!
Böse folgte der Blick des Berittenen dem grauen Soldatenmantel, der rasch zwischen den Bäumen verschwand.
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Und schon — ja schon rüsten sie sich zum Aufbruch, die Läufer, die ihrer Zeit vorauseilen! Schon baden sie das Antlitz im Lichte einer neuen Sonne, die heraufsteigt.
Schon erheben sie sich von den elenden Pritschen der Gefängnisse — sie werden durch hundertfach geschlossene Tore gehen wie durch Luft, keine Angst. Schon hebt sich ihre leuchtende Wimper in den Kasernenhöfen Europas — und sie werden das triumphierende Wort aussprechen, und die Kugeln werden von ihnen abprallen, keine Angst. Schon beten sie ihr Morgengebet bei den Kanonen, in den Erdlöchern der europäischen Schlachtfelder — sie werden die Kanonen zerbrechen, als ob sie Schilf wären, keine Angst. Schon wird ihr Schlaf in den Massengräbern Europas unruhig, schon hebt sich ihr Auge, sie werden auferstehen, stärker als der Tod, keine Angst.
Schon kommen sie, schon sammeln sie sich, in ganz Europa, sie, die Brüder sind und sich erkennen am Glanz des Antlitzes. Schon ertönen ihre Stimmen, da und dort, in ganz Europa, in der ganzen Welt!
Sie kommen!
Kommen sie? Kommen sie wirklich?