„Mut, Kamerad!“ rief Ackermanns Stimme.
Hähnlein lachte und sagte irgend etwas. Er schlich draußen an der Türe vorüber und pfiff leise vor sich hin.
Augenblicklich hörte Frau Hähnlein auf zu beten. Sie stellte sich schlafend, schnarchte sogar ein wenig. Nach einer Weile fragte sie: „Was tust du?“
„Ich rauche eine Zigarre“, antwortete Hähnlein mit ruhiger Stimme.
Und nun wurde es still, ganz still. Nun war die Zeit gekommen für ihn, Herrn Herbst, seinen Triumph auszukosten!
Sanft glitt sein Bett dahin, eine angenehme Hitze kochte in seinem Körper, heiß fuhr der Atem aus seinem Munde. Prachtvoll, berauschend, rot funkelte die Finsternis. Am Fenster wallte der Nebel, auf und ab, drückte sich gegen die Scheiben. Und drunten: horch! Ja, deutlich hörte er ihren Schritt, dumpf wie der Schlag seines Herzens in der Brust. Da gingen sie auf und ab, die Männer mit den Knotenstöcken, das grüne Hütchen eilte durch den Nebel die Straße herauf, nachzusehen, zu kontrollieren.
Und er, nebenan, ahnte nichts! Raschelte mit Papieren, zerriß sie, klapperte auf seiner Schreibmaschine, ahnungslos. Sah er nicht das grüne Hütchen eilen? Nein, nein, blind war er, taub war er.
Nun rasselte er mit dem Ofen, es roch nach verbranntem Papier. Und schon gingen die Schritte auf und ab, lauter, immer lauter . . . .
Sollte er an die Türe pochen und ihm zurufen: Horch, horch! Öffne das Fenster und sieh es eilen —!
Aber nein, nun war ja die Stunde gekommen, die wonnige, seinen Triumph auszukosten!