Ein paar Dutzend junger Burschen und Mädchen, hundert vielleicht, nicht mehr, eilten die Linden entlang und schrien. Eine Spritzwelle von Menschen, die über die Linden fegte, nichts sonst. War es nicht unerhört, daß jemand Unter den Linden schrie und die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenkte?
Der General rückte unruhig auf dem Sitz und blickte voller Empörung zum Fenster hinaus. Aber in diesem Augenblick hoben sich die Fäuste der jungen Burschen und Mädchen gegen ihn und schüttelten sich. Fassungslos zog er den Kopf zurück. Ja, was geschah, was ging hier vor? Sie schrien ein Wort, immer das gleiche Wort — er verstand es nicht. Er wagte nicht zu glauben, daß sie jenes Wort riefen — es ist unmöglich!
Oben beim Schloß aber wurde er plötzlich ernst. Ah, seht an! Eine Kette von Schutzleuten sperrte den Weg. Ein junger Bursche machte den Versuch — schon blitzte ein Säbel durch die Luft. Da lag er.
„Schlagt sie nieder!“ schrie der General, purpurrot das Gesicht.
Und die Regierung?
Wütend lachte der General, wütend gegen Schwerdtfegers gekrümmten Rücken.
Die Regierung?
Sie schläft.
Die Gaffer auf den Bürgersteigen bewegen sich wieder. Die Spritzwelle hat sich verlaufen. Nichts ist geschehen.
Die graue Limousine raste weiter: Konferenzen, Besprechungen. Reserven! Nachschub! Verpflegung! Munition! Pferde! Sitzung über Sitzung — —