Vorwärts, Soldaten!
Die Schlacht brüllt, die Geschütze stampfen, kämpft, sterbt!
Schon runzelt der Divisionär am Telephon die Stirn, der Kommandeur erbleicht am Scherenfernrohr: der Angriff am rechten Flügel stockt! Vorwärts, Artillerie, wenn es sein muß, die eigene Artillerie soll euch vorwärts treiben, wartet!
Kämpft, sterbt! Die Augen der ganzen Welt sind auf euch gerichtet.
Schon zittert die Börse, die Papiere fallen. Ihr werdet doch nicht, ihr geliebten Helden? Ja, Helden! Drei Mark, drei Franken, drei Schillinge und drei Dollar am Tage, Auszeichnungen, Triumphbögen, künstliche Gliedmaßen — ihr kennt doch unsere Tarife? Ihr werdet doch nicht —? Kali, Kohlen, Kolonien . . .
Der Börsentelegraph tickt, Tag und Nacht, schon ist er erregt worden, es bröckelt irgendwo ab, es knistert, er tickt, ah, dieses entsetzlich erregte Ticken, ihr könnt es leider nicht hören im Kanonendonner, die Börsen von Berlin, London, Paris, Rom, Neuyork — schon hat sich ein Bankrotteur eine Kugel in den Kopf geschossen — und ihr zögert?
Die Kaiser und Könige träumen vom Einzug in die jubelnde Hauptstadt, die Präsidenten träumen von dem Moment, da sie den glänzenden Seidenhut hochheben, umbraust vom Beifallsklatschen.
Die Landesfürstin, höchsteigenhändig, die Gemahlin des Herrn Präsidenten, höchsteigenhändig, wird euch die kleine Blechmünze auf die zerschossene Brust heften —
Vorwärts, ihr Geliebten, ihr Herrlichen, Unvergleichlichen!
Die Greise, die die Geschicke dieser Welt lenken, hüsteln hinter den gepolsterten Türen in ihre kalten wächsernen Hände. Sie sitzen an langen polierten Tischen, mit rosaroten Kinderbäckchen, trommeln mit den Fingernägeln, ungeduldig — die Sekretäre, ohne Tadel, schleichen auf den Zehenspitzen über das glänzende Parkett. Die Greise kritzeln mit der Feder, werfen gebieterische Blicke.