Hauptmann Wunderlich lehnte die Krückstöcke an die Wand und zog sich an den Armlehnen des Sessels in die Höhe. Nie hatte der General die Krücken Wunderlichs erblicken können, ohne ihn ganz im geheimen um sie zu beneiden.
„Also in Berlin?“
„Ja. — Ich bin fertig!“
„Fertig?“
Wunderlichs Gesicht zuckte. Der Blick seiner großen Knabenaugen fieberte.
„Die Nerven“, sagte er. „Fertig! Leider, aber nicht zu ändern. Zusammengebrochen!“ —
Aber, seht an, auch die Hände des Generals zitterten, und es schien, als ob es dem General Schwierigkeit bereitete, zu sprechen, er stammelte, stotterte, suchte nach Worten. Wo war die wunderbare Ruhe und Sicherheit des Generals hingekommen?
„Also nicht zufrieden mit den Nerven? Auf Urlaub?“ Der General füllte mit zitternder Hand Wunderlichs Glas. „Auch hier in Berlin sind wir — überarbeitet, dazu die Hitze. Und an der Front?“
Flüstern.
„Scharen von Fliegern! Kämpfe in drei Etagen — in zwei-, drei- und viertausend Meter Höhe — für eine abgeschossene Maschine zehn neue — Kämpfe auch in der Nacht —“