„Völker der Erde — Söhne von Müttern — Brüder . . .“
Furchtbar fauchen die Granaten um ihn. In seinem weiten grauen Mantel steht er, die Hände erhoben, seine Augen sind sprühende Sterne. Stahl, Feuer, Gase? Was wollen sie noch von ihm? Lauter als die krachenden Granaten tönt sein Ruf.
„Brüder!“
Und die schweißbedeckten Soldaten in den Laufgräben, Erdlöchern, Batteriestellungen lauschen. Welche Stimme?
Ackermanns Geist trägt die Verwundeten über das Schlachtfeld, fällt den Rasenden in den Arm, die den hilflosen Gegner niederschlagen wollen, führt die Hand des Arztes, der den blutenden Feind verbindet. Ackermanns Geist berührt die Toten, die mit offenen Augen liegen, Deutsche, Franzosen, Inder, Amerikaner, Engländer, Neger, Kanadier, Australier, und spricht: ihr alle werdet auferstehen am Tag der Versöhnung, ihr Heiligen und Märtyrer!
Ackermanns Geist erfüllt die finstere Wolke, die über der Walstatt bis zu den Sternen lodert, und schon — schon dämpft sich der Lärm der Geschütze. Schon schweigen sie . . .
Aber die Greise, die einen leisen Schlaf haben, fahren erschrocken auf in ihren Betten, lauschen und drücken auf die Klingel.
Wiederum beginnen die Geschütze fürchterlich zu toben.
Die Menschen lieben Macht und Glanz, wie Kinder. Leicht sind die Völker zu verführen — aber wehe denen, die sie verführen!