„Ich weiß es nicht genau. Wohl an derselben Stelle.“

Einige Belanglosigkeiten — und plötzlich sieht Hedi auf die Armbanduhr und springt auf. Mein Himmel! Sie reicht dem Kellner eine Note, zehn Mark, das macht drei Mark Trinkgeld, aber sie kann nicht warten bis er herausgibt.

„Nun will ich dir gute Reise wünschen, Otto. Nein, bleibe sitzen. Ich will allein gehen. Ich habe es sehr eilig. Auf Wiedersehen!“

Ihr Aufbruch kam so rasch, daß Otto völlig verblüfft war. Hedi ging, und sie sah die weißen Rosen, die verlassen auf dem Nachbartisch lagen, nicht an. Ganz Lady, schritt sie über die Teppiche.

Ein Nicken, ein Lächeln an der Türe, der Groom verbeugte sich.

Es ging gelinde ab, dachte Otto, der den Kellner ungeduldig herbeiwinkte und es plötzlich ebenfalls sehr eilig hatte. Da fiel ihm ein, daß sein General seinerzeit den gleichen Ausdruck ihm gegenüber gebraucht hatte — damals, als er dreißig Prozent seiner Leute liegenließ. Er hatte die Geschichte erst vorhin Heinz erzählt. Nun, jedenfalls hatte sie sich wie eine Dame benommen. Er fürchtete nichts mehr als Szenen.

Aber ein unangenehmes Empfinden blieb in ihm zurück. Was war es doch?

Er haßte sie in diesem Augenblicke bitter.

7

„Schuft, Schuft!“ Hedi lachte. Was für ein bodenloser Schuft war er doch!